Das Deutsche Rote Kreuz in Ochtrup - Ein Gang durch die Geschichte!

Fast 130 Jahre Rotes Kreuz in Ochtrup bedeutet 130 Jahre unermüdlicher Einsatz zum Wohle der Menschen auf nationaler wie internationaler Ebene, vor allem aber nicht endendes selbstloses Wirken vieler im Ortsverein unmittelbar aktiver Menschen, um mache Nöte und Sorgen der Mitbürger auch am Ort zu lindern. Einiges davon soll der folgende historische Bericht in Erinnerung rufen; angesichts der Vielzahl von Ereignissen und des zu erfassenden langen Zeitraum kann er dabei nur lückenhaft ausfallen.

Nach der auf Empfehlung Henry Dunants 1863 in Genf erfolgten Gründung begann sich auch in unserer engeren Heimat dieser Gedanke eines weltweiten Einsatzes im Dienste des Nächsten durchzusetzten. Zunächst beteiligte man sich an den „Maßnahmen zur Pflege verwundeter und erkrankter Soldaten“. Am 03. Februar 1888 vereinigten sich eine Anzahl von Frauen zu einem „Zweigverein des Vaterländischen Frauenvereins vom Roten Kreuz zu Ochtrup“ wovon die hier abgebildete Gründungsurkunde zeugt.

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Den Vorsitz dieser Organisation führte Klara Laurenz geb. Laurenz (*17.01.1839 gest. 16.10.1916) 26 Jahre lang, von 1988 bis 1913. Sie wurde für ihre lanjährige Tätigkeit geehrt.

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Die Verleihung des hier abgebildeten Ordens erfolgte durch Kaiser Wilhelm II.
Parallel zu dieser neuen Gruppierung existierte seit dem 23.April 1888 ein „Kreisverein vom Roten Kreuz“ zur Pflege im Felde verwundeter Krieger dem sich 57 Mitglieder anschlossen, vornehmlich Männer aus Ochtrup.

Die beiden Vereinigungen arbeiten eng zusammen. So ist eine gemeinsame Zielsetzung und eine gemeinsame Kassenführung von 1891 ab verbürgt.

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Der Zweite Weltkrieg kündigte sich an. Nach einer „mehrwöchigen Übung“ wurde die Sanitäsbereitschaft Ochtrup zusammen mit anderen Bereitschaften des Kreises Steinfurt am 01.09. 1939 als bespannte Sanitätskompanie an die französisch-luxemburgische Grenze verlegt. Innerhalb dieser militärischen Einheit (später GebirgsSanitäs-Kompanie der 5. Gebirgs-Division), der auch der bekannte Ochtruper Arzt Dr. Josef Kalbfleisch angehörte, blieb man fast den ganzen Krieg hindurch zusammen. Später einberufene Helfer der Männerbereitschaft Ochtrup wurden Krankentransportabteilungen anderer Divisionen zugeteilt. Die erstgenannte Einheit wurde nach dem Westfeldzug auf dem Balkan und in Skandinavien eingesetzt.
Das „Feldlazarett Edelweiß“ bei Kirkenes dienst damals als Auffanglager.

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Zu einer mehrwöchigen Übung eingezogen wurden: stehend von links nach rechts Niehoff H.; Brinkbäumer H., Schweins H., Schulz Fr., Dr. Kalbfleisch, Hülk H., Rickershenrich, Bröker, Wolbeck b., Bügener H., - knieend: Tombült B., Holtmann G., Franske Fr., Homölle A., Doth H., Brüggemann H., Homölle Fr., Heitz Fr., Löbbering G., Rees W., Lenz H., Holtmann H.

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Der plötzliche Tod von Maria Laurenz (25.09.1936) war für den Ortsverein Ochtrup ein herber Verlust. In ihrer stillen fürsorglichen Art und wegen ihrer nie erlahmenden Hilfsbereitschaft bei allen Mitgliedern hoch geschätzt, hatte sie dem Roten Kreuz in Ochtrup als Vorsitzende 23 Jahre zur Verfügung gestanden. Als ihre Nachfolgerin wurde am 28.10.1936 Margaret Laurenz geb. Kraß (13.03.1907, gest. 26.07.1955) in das Amt eingeführt, dass sie 19 Jahre lang inne hatte.

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Nach Beendigung des entsetzlichen Krieges musste sich das Alltagsleben auch im Ortsverein  Ochtrup  erst langsam wieder normalisieren. In dieser Phase des Wiederaufbaus einer zertrümmerten Heimat, in dieser Zeit allgemeiner wirtschaftlicher Misere und des millionenfachen Flüchtlingselend gab es übergenug zu tun.
In ihrer Arbeit als Vorsitzende wurde Margaret Laurenz unterstützt durch Felizitas Landschütz als Bereitschaftsführerin. Dr. Albert Niesen als Bereitschaftsarzt und Paul Kemler als Geschäftsführer.

In dieser Zeit kamen immer mehr Aufgaben im Bereich des Katstrophenschutzes auf die Mitglieder des Ortsvereins zu. Erstmalige Hilfe wurde durch unsere Mannschaft bei einem Einsatz in Ungarn 1956/57 geleistet (Franziska Feldmann und Käthe Wierling) und im größten bis dahin vorgekommenen Einsatz bei der Sturmflutkatstrophe an der Deutschen Nordseeküste (Februar 1962) wo sich zehn Männer der Hilfszugstaffel IV besonders eingesetzt und ausgezeichnet haben: Karl Plenter, Karl Kempkes, Heinrich Mersmann, Werner Schräder, Bernhard Viefhues, Albert Vöcking, Frans-Josef Becker, Hermann Bosma, Günter Grüger und Hugo Wiers.

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In dankbarer Anerkennung der tätigen Hilfeleistung auf hamburgischem Staatsgebiet verlieh der Senat der Freien Hansestadt Hamburg den Helfern die unten aufgeführte Denkmadallie.

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Für die im Mai 1956 neu gegründete Männerbereitschaft war im Frühjahr 1960 Dr. Otto-Heinrich Schauerte als Bereitschaftsarzt gewonnen werden, für die weibliche Bereitschaft ab 1962 in gleicher Funktion Dr. Christian Mühlenkamp.
Im Juli 1955 verstarb Magarete Laurenz, die den Ortsverein fast 20 Jahre sehr verantwortungsvoll und mit hohem persönlichem Engagement als Erste Vorsitzende geleitet hatte. Im Februar wurde Heinrich Laurez (*20.01.1903, gest. 20.05.1981) bei der Wahl einstimmig in das Amt des Vorsitzenden des Ortsvereins gewählt.  Er beendete damit eine beinahe 68 jährige Epoche, in der sich der Ortsverein Ochtrup unter ausschließlich weiblicher Führung entwickelt hatte. Er übernahm die sicher nicht leichte Aufgabe, das DRK Ochtrup als erster Mann in der Geschichte der Vorsitzenden weiter auf Erfolgskurz zu halten. In seiner Einführungsrede versprach Heinrich Laurenz das Werk seiner Frau in deren Sinne fortzusetzen und die von der Großmutter über seine Mutter und seine Frau vererbte Tradition weiterzuführen. Ihm standen als Zweite Vorsitzende Margarete Bigalke, als Bereitschaftsarzt Dr. Albert Niesen, und der Geschäftsführer Paul Kemler zur Seite.

Dem Gesamtvorstand gehörten im Einzelnen an: (stehend von links nach rechts)
Maria Berghaus, Ilse Holle, Käthe Wierling, Anne Holtebrink, Margarte Bigalke, Elisabeth Raffel, Maria Kröger, Agnes Lessel, Felitzita Landschütz, (sitzend von links nach rechts) Paul Kemler, Dr. Christian Mühlenkamp, Dr. Albert Niesen, Heinrich Laurenz, Dr. Otto-Heinrich Schauerte, Hermann Doths.

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Hermann Doths (*13.03.1911, gest. 11.12.1985) erhliet am 1973 aufgrund seiner besonderen Verdienste und seiner außerordenlichenEinsatzbereischaft das DRK Ehrenzeichen. Er gehörte dem Ortsverein über 50 Jahre an und war von 1960 bis 1971 Bereitschaftsführer. Außerdem wurde er zum Ehrenbereitschaftsführer ernannt.
Paul Kemler, erhielt 1972 ebenfalls das DRK Ehrenzeichen. Er war über 40 Jahre Motor des Roten Kreuzes in Ochtrup und hat den Ortsverein weitgehend mitgeprägt.

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Vom DRK-Heim zur Tagesstätte als Bildungs- und Begegnungszentrum des DRK

Im Juli 1958 beschloss der Vorstand den Kauf eines fast neuwertigen Holzhauses zum Preis von 4.500,--Mark. Damit war das Problem der Unterkunft des DRK in Ochtrup gelöst. 15 Jahre lang hatte die Bereitschaft die Ausbildung jeweils stundenweise im Marienheim vornehmen müssen. Die Geräte, Ausbildungsmaterialien etc. lagerten an verschiedenen Stellen: Im Marienheim, im Jugendheim, auf dem Boden über der Polizeistation, im Steueramt der Stadt Ochtrup, im Aktenkeller des Rathauses, in der evangelischen Volksschule und zum Teil bei den Mitgliedern des Ortsvereins. Es wurde das Grundstück neben dem städt. Jugendheim von der Stadt Ochtrup gepachtet und darauf das Holzhaus erreichtet.

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Die Gesamtkosten beliefen sich unter Einbeziehung der Eigenleistungen auf 16.000,--Mark.
1962 erhielt das neue DRK Heim einen Telefonanschluss, damit die Ärzte und Ausbilder auch während der Ausbildungsstunden erreichbar waren. Der Zustand des Hauses, das für 10-15 Jahre als Unterkunft dienen sollte, stellte den Ortsverein 1974 vor die Alternative, es abzubrechen oder generalrenovieren zu lassen. Der Vorstand entschloss sich für die Renovierung. So wurden die Be - und Entwässerung neu verlegt, die Fussböden zum Teil ausgebessert, eine Gasheizung eingebaut und eine Fassadenverkleidung aus Kunststoff angebracht. Diese Arbeiten wurden von November 1974 bis September 1975 ausgeführt und gaben dem DRK-Heim ein neues Aussehen.

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Nach weiteren 12 Jahren, das Haus war nun ca 30 Jahre alt, erweist sich das DRK-Heim wegen des nicht mehr renovierungsfähigen Holzfußbodens als baulich abgängig. Im Verlaufe der weiteren Gespräche mit der Stadt Ochtrup wurde vereinbart das städt. Jugendheim als Unterkunft für das DRK zu nutzen. Am 05.10.1987 beschlossen die Gremien der Stadt Ochtrup auf Antrag des DRK in Ochtrup dem Ortsverein das bisherige städt. Jugendheim im Erbaurechtswege zu übertragen.


Was soll erreicht werden?

  1. Eine zeitgemäße Unterkunft, die den Belangen der Bereitschaft und des Jugendrotkreuzes Rechnung trägt.
  2. Eine Begegnungsstätte für Jung und Alt
  3. Ein Begegnungs- und Bildungszentrum für unsere vielen älteren Mitglieder und Bürger.
  4. Ein Zentrum für den Wandel von der Arbeit- zur Freizeitgestaltung.

Damit bietet sich erstmals die Gelegenheit Material und Geräte zentral zu lagern. Auf diese Weise kann viel Zeit eingespart werden.

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Das Depot „Halle Wiegenstein“

Auf Dauer bot das DRK Heim an der Piusstrasse zuwenig Platz, um Material und Geräte des Ortsvereins aufzunehmen. Es wurden mehrere Räumlichkeiten benötigt. Die Halle Wiegenstein, wie sie bei allen Aktiven nur genannt wird war die Unterkunft des 1. Betreuungszuges im Katastrophenschutz des Kreis Steinfurt. Am 01.07.1972 wurde diese Einheit vom Kreis Steinfurt in die Zuständigkeit des Ortsvereins Ochtrup überstellt.
In Absprache mit dem Regierungspräsidenten in Münster ist es dem DRK Ortsverein Ochtrup gestattet, die Halle kostenfrei mit zu nutzen. Der Betreuungszug setzt sich aus 28 Helfern und Helferinnen aus den Orten Ochtrup und Wettringen zusammen. Er ist bei Katastrophen in der Lage bis zu 1.000 Obdachlose zu betreuen und insbesondere diese Betroffenen zu verpflegen. Das für die Einheit notwendige Material und Gerät, dass der Bund angeschafft hat, aber auch ortsvereinseigenes Material ist in der „Halle Wiegenstein“ untergebracht. Zu diesem Komplex gehören z.B. drei Feldkochherde und Zubehör, 2 Bullis, ein LKW, ein Krad, 1 Waschgerät, 1 Notstromaggregat und anders mehr.

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Zur Weiterbildung der Betreuungseinheit gehört es auch sich an anderen Standorten und Großküchen genau zu informieren. Der Besuch der Großküche des Bundeswehr Jagdbomergeschwaders 36 in Rheine im Rahmen der Ausbildung findet großen Anklang.

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1984 mit dem juristisch sehr wichtigen „e.V.“ ausgestattet, kann der Ortsverein als „eingetragener Verein“ selbstständig Verträge abschließen. Das sollte sich schon bald bei der Gründung des ersten DRK Kindergartens in Ochtrup als sehr nützlich erweisen. Standort ist das Gebäude der ehemalige Bodelschwingschule an der Prof.-Katerkamp-Strasse. Am 01.01.1985 konnte diese neue soziale Einrichtung, die für Ochtrup eine deutliche Lücke schließt, offiziell eröffnet werden. Zunächst startet man mit zwei Gruppen in den 50 Kindern bereut werden.  Als pädagogische Kräfte werden zwei Erzieherinnen und eine Hilfskraft eingestellt. Bereits 19986 wächst der Kindergarten auf drei Gruppen mit 75Kindern an. 19987 wurde die erste Praktikantin zur Verstärkung eingestellt.
Zwischenzeitlich wurde im Jahr 2014 ein neuer Standort das Zuhause der jetzigen Kindertagesstätte. Der Umzug von der Prof. Katerkamp Strasse zum Gausebrink 63 war teilweise für alle Erzieherinnen  schmerzlich ist aber zwischenzeitlich überwurden und alle fühlen sich am neuen Standort sehr wohl.


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Am 20. 05. 1981 starb Heinrich Laurenz, betrauert von allen die ihn kannten und sein Wirken in ochtrup miterlebt hatten. Aus Gesundheitsgründen hatte er den Vorsitz des DRK Ortsvereins schon 1978 nach ca 23 Jahren niederlegen müssen. Im Jubiläumsjahr unseres 90 jährigen Bestehens erfolgte die Amtsübergabe an Bürgermeister Carl Schmeing (*25.12.1912, gest. 19.09.1985), der die Geschicke bis zu seinem Tode nur wenige Jahre in der Hand behalten konnte.
Für ein rund einjähriges Interregnum fielen dann die Amtsgeschäfte des Vorsitzenden an die zweite Vorsitzende Llse Holl. Sie versah diese Aufgabe in großer Sachkenntnis und mit viel diplomatischem Geschick.
Sie wurde ab 01.01.1979 nach dem Ausscheiden von Dr. Christian Mühlenkamp von dem sehr engagierten und im Roten Kreuz voll akzeptierten Dr. Egon Brummel als Bereitschaftsarzt unterstützt.
Als Schriftführer des Ortsvereins fungiert seit dem 03.07.1979 Bernhard Schildkamp, dessen bereits 1976 übernommene sorgfältige und immer korrekte Buchführung in aller Regelmäßigkeit gelobt wurde.
Am 19.11.1986 wurde Oberstudiendirektor a.D. Werner Brinkwirth, ein allseits hochgeschätzer Mann, der sich ganz besonders der Jugend im Verein annimmt, durch die Gerneralversammlung zum Ersten Vorsitzenden gewählt.

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1988 Das Jubiläumsjahr - / 100 Jahre DRK Ortsverein Ochtrup e.V.

Im 90. Jubiläumsjahr bestand die Bereitschaft des DRK Ortsvereins Ochtrup e.V. aus einer gemischten Bereitschaft von ca. 60 Helferinnen und Helfern. Die Aktivitäten dieser Bereitschaft sind die Grundpfleiler des Ortsvereins. 

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(von links nach rechts) Paul Kemler, Hermann Wierling, Dr.EegonBrummel, Paula Rattunde, Norbert Rempe, Monika Franz, KlärchenStrüwing, Bernhard Hengstmann, Friederike Röhricht, Elke Feldmeier, Stefan Holtmann, Dieter Thebelt, MauelaBröker, Franz Hohmann, Maria Somberg, Käthe Wierling, Hermann Bosma, Stefan Hentzschel, Udo Schneuing, Theo Köllmann, Heiko Gniewitz, Bernhard Tembrockhaus, Heike Radick, Frank Kortendiek, Liesel Bußmann, Elisabeth Wierling, Michael Holtmann, Margret Mergerle, Toni Struck, Dieter Hanke, Bärbel Thien, Heinrich Bierbaum, Claudia Schwering, H-J. Bierbaum, Monika Hanke, Engelbert Gehring, Ralf Förster, Paula Bosma, Außerdem gehörten der Bereitschaft weiterhin an: Dieter Casser, Anita Gering, Andreas Hees, Helmut Heufert, Ilona Jansen in deWal, Bernd Mensing, Edda Polnik, Franz Schlamann, Magret Steffers, Christoph Tembrockhaus, Agnes Wierling, Claudia Wolf, kurtBehme und Michael Schiwek.

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Der geschäftsführende Vorstand im Jubiläumsjahr
(von links nach rechts) Werner Brinkwirth, Erster Vorsitzender, Ilse Holle, Zweite Vorsitzende, Paul Kemler, Geschäftsführer und Schatzmeister

Die Bereitschaftsführung:

Von 1960 bis 1968 hatte Käthe Wierling die Bereitschaftsführung inne. In 1968 wurde aus der männlichen und der weiblichen eine gemischte Bereitschaft gebildet. Bereitschaftsfüher war von 1960 bis 1971 Hermann Doths, der für die Zeit von 1972 bis 1978 von hermannBosma abgelöst wurde.  Das Amt des Bereitschaftsführerin wurde in diesen Jahren (bis 1975) von Anni Wolf ausgefüllt, die dann zum Kreisverband als stellvertretende Kreisbereitschaftsführerin wechselte.
Von 1978 bis 179 übernahm Bernd Tembrockhaus das Amt als Bereitschaftsführer, anschließend übernahm wieder Hermann Bosma diese Aufgabe weil Bernd Tembrockhaus ebenfalls zum Kreisverband wechselte. Dort wurde er zum Rotkreuzbeauftragen für den Kreisverband Steinfurt benannt. 1983 bis 1985 trat dann Dieter Hanke die Nachfolge von Hermann Bosma an. Von 1984 übernahm Paula Bosma diese Aufgaben bis auch sie zum Kreisverband wechselte.

Das Jugendrotkreuz:

Es gab im Ortsverein Ochtrup in der Zeit bis 1974 eine Gruppe Jugendlicher, die vorwiegend von Anni Wolf betreut wurden. Mit der offiziellen Gründung des Jugendrotkreuzes im Ortsverein Ochtrup im Jahr 1974 übernahm Christoph Tembrockhaus die Leitung der Jugendarbeit bis er 1979 zu Kreis- und anschließen zum Landesverband in die dortige Jugendarbeit wechselte. Er legte den Grundstein für eine aufstrebende Jugendarbeit und übergab die Leitung in 1979 mit fast 100 Jugendrotkreuzlern an Hermann Wierling der sie von 1982 bis 1985 an Egelbert Gehring weitergab um sie anschließend wieder fortzuführen. 

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Einen Teil der Mitglieder sieht man hier in einer Gruppenstunde:
(von links nach rechts) Doris Sendker, MeggySendker, Katja Post, Brigitte Berlage, Elke Heitmann, Ralf Förster, ChristianeBröker, Marion Steinhaus, Manuela Bröker, Hermann Wierling.

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Jugendrotkreuz hilft beim Aufbau nach Erdbebenkatastrophe 1980,

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das Dorf Murolucano im Gebiet Salerno und Campari in Italien wird von einem der größten Erdbebenkatastrohen heimgesucht. Viele Menschen verlieren ihre Häuser und alles was sie besitzen. Anlässlich dieser schlimmen Katastrophe entscheidet sich das Jugendrotkreuz im DRK Landesverband Westfalen-Lippe aktive Hilfe bei den Räumungs- und Wiederaufbaumaßnahmen zu leisten.
Unter dem Projektmamen „CIVIS 1“ fahren ca. 30 deutsche JRK`ler nach Italien und helfen in einer gemeinsamen Aktion mit Jugendlichen des italienischen Roten Kreuzes aus dem Bereich Neapel und Rom das zu 80% zerstörte Dorf Murolucano neu aufzubauen.
In drei Wochen wurden mehrere Wochenendhäuser durch das Jugendrotkreuz beider Nationen erstellt. Diese internationale Begegnung leistete einen wichtigen Beitrag zur Völkerverständigung, einem Grundanliegen des Roten Kreuzes.
Der schönste Moment war als die ersten Menschen wieder in ihr Dorf kamen und die Häuser bezogen so Christoph Tembrockhaus, der als Leiter der deutschen Delegation an der Aktion teilnahm. Neben ihm nahmebenfalls Anja Gehring, auch eine JRK`lerin aus Ochtrup teil.

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Die Blutspende beim DRK in Ochtrup

Ein ganzes neues Feld der Tätigkeiten des DRK Ortsvereins Ochtrup zugunsten Schwerkranker und der Unfallopfer aus ständig wachsendem Straßenverkehr eröffnete seit Ende der 40er Jahre die Blutspendeaktionen.
Schon 1949 sind auch Ochtruper Blutspender daran beteiligt, zunächst im Kreis Steinfurt, seit dem 28.11.1952 mit eigenen örtlichen Blutspenderterminen in den Räumen des Marienheims (heute Steuerbüro und Rechtsanwaltspraxis, Laurenzstrasse). Waren zunächst nur 11 Ochtruper Spender an dem überörtlichen Termin beteiligt, so stieg die Zahl der spendenwilligen Bürger zum ersten Ochtruper Termin auf 99.

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Vom 04.03.1959, dem ersten Termin mit über 300 Spendern, bis zum 07.11.1973 zum 30. Termin kommen schon 735 Bürger. Die Blutspende wird zu dieser Zeit im städ. Jugenheim an der Piusstrasse entnommen.

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Seit dem 08.05.1974 findet in der DRK Blutspendetermin in Ochtup in der Pestalozzischule am Rathaus statt. Im Oktober 1982 wurde zum ersten Mal die Zahl von 1.000 Spendern erreicht. Bereits 1986 wird zusätzlich zu den bestehenden zwei Terminen im Jahr ein dritter angeboten. Die Spenderzahl von über 1.200 Spender ist der Beweis dieser guten Entscheidung. Um die logistische Arbeit und die personelle Ausstattung zu verdeutlichen hier einmal die Zahlen vom Spendertermin 26.08.1987. Es waren acht Ärzte, 16 Apotheker, 16 Personen mit qualifizierter Fachausbildung und 146 Helferinnen und Helfer tätig.
Die Spenderzahlen wuchsen stetig an, so dass es über 1000 Spendern waren, die in einer logistischen Meisterleistung an drei Spenderterminen im Jahr bei bis zu acht Blutspende Entnahmeteams in den Räumen der Pestalozzischule reibungslos bei ihren Blutabnahmen von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern versorgt wurden.

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Als erster Mehrfachspender wurde für 50 unentgeltliche und freiwillig geleistete Blutspenden Heinz Haberland geehrt.

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Am 00,00,20000 wurde für die gleiche Bereitschaft Herr 000000 vom DRK Ortsverein geehrt. Er hält bislang den Rekord der Mehrfachblutspender (Stand 01.12.2017)
Das Procedere bei der Durchführung der Blutspendetermine ist den Helferinnen und Helfern in Fleisch und Blut übergegangen. Küchen- und Betreuungshelfer stehen im Mittelpunkt des Geschehens. Den vielen freiwilligen Mitarbeitern wird an dieser Stelle noch einmal für die geopferte Freizeit besonderer Dank ausgesprochen.

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Ehrennadel für Hermann Bosma
(29.09.2008)

Für ein halbes Jahrhundert ehrenamtlichen Engagements hat Christoph Tembrockhaus, zweiter Vorsitzender des Deutschen Roten Kreuzes Ochtrup, jetzt ein verdientes Mitglied der Bereitschaft und der Rotkreuzgemeinschaft ausgezeichnet: Für seine inzwischen über 50 aktiven Dienstjahre erhielt Hermann Bosma neben den Glückwünschen der Vorstandsmitglieder die Auszeichnungsspange des DRK-Landesverbandes Westfalen-Lippe sowie im Auftrag des Präsidenten des DRK , Dr. Rudolf Seiters, die Ehrennadel des Bundesverbandes.
Hermann Bosma engagierte sich während seiner langjährigen Dienstzeit als aktiver Helfer, war viele Jahre als Rotkreuzleiter in Ochtrup sowie überörtlich bis zu seinem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst mit Erreichen der Altersgrenze von 64 Jahren im Kreisverband Steinfurt als Katastrophenschutzbeauftragter tätig

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DANKE

Der DRK Ortsverein Ochtrup e.V. sagt an dieser Stelle nochmal Danke an alle Sponsoren... Weiterlesen - klick hier -

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Telefon:+49(0) 2553 977 34 0
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